Die Bundestagswahl 2021 und mögliche Auswirkungen auf die Börse

Die Bundestagswahl 2021 steht kurz bevor. Hier in Deutschland ist dieses ein großes Ereignis, jedoch nur ein kleines für die Kapitalmärkte. Für die weltweiten Börsen ist die deutsche Bundestagswahl ein untergeordnetes Ereignis. Dennoch gibt es, je nach Wahlausgang und Koalitionsverhandlung, mögliche Themen, die für die Kapitalmärkte bedeutsam werden könnten.

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Deutschland als Global-Player?

Es ist noch nicht lange her, da haben wir alle gemeinsam sehr gespannt auf die Jagd nach einem Impfstoff geschaut aber auch gleichzeitig auf die Wahl in den USA. Wird Trump wieder gewinnen oder doch verlieren? Wahrscheinlich hätte sich das Fortführen seiner Politik „America First“ und die weltweiten Handelsbeziehungen negativ ausgewirkt, auch die Beziehungen zu Deutschland hätten sich merklich abgekühlt.

Die US-Aktien und Rentenmärkte sind die dominierenden Kapitalmärkte der Welt. Globale Indizes weisen je nach Index, US-Anleihen mit einem Wert Anteil von ca. einem Drittel aus, globale Aktienmärkte mit einem US-Anteil von rund 40% bis 50%. Was an den amerikanischen Märkten also passiert, betrifft alle Investoren und hat entsprechend Gewicht. Hinzu kommt, dass die US-Wirtschaft etwa ein Viertel der globalen wirtschaftlichen Aktivität, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), ausmacht.

Das allein macht schon deutlich, wie groß der Unterschied zwischen Deutschland und den USA ist. Deutschland allein macht weniger als 5% des weltweiten BIP aus, beim Anteil an den Anleihenmärkten sind es auch unter 5% und am Anteil am weltweiten Aktienindex sind es schmeichelhafte 2% bis 3%.

Trotzdem sind die deutschen Wahlen für einen deutschen Staatsbürgen gleich wichtig wie die US-Wahlen für einen amerikanischen Staatsbürger. Wenn wir den Kapitalmarkt jedoch einmal isoliert betrachten, fällt dieses hier in Deutschland also kaum mehr ins Gewicht.

Indirekter Effekt nicht zu unterschätzen

Auch wenn aus globaler Sicht der Wahlausgang in Deutschland eher eine untergeordnete Rolle spielen wird, kann jedoch ein indirekter Effekt eine größere Auswirkung haben. Gemeint ist hier die Rolle Deutschlands innerhalb der EU. Da spielt z.B. der Trend eine generelle Rolle, den Deutschland für die EU maßgeblich mitbestimmt. Es geht um Themen und Tendenzen, die sich in Deutschland im Wahlkampf stellen, wie die Frage, wie das größte Land der EU mit dem Verbrennungsmotor weiter macht, ob man Aktiensparpläne fördert oder sogar einen Staatsfonds ins Leben ruft oder wie viele Kompetenzen noch nach Brüssel abgegeben werden sollen.

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Der Zins entscheidet

Der Ausgang der Wahl ist diesmal sehr schwer einzuschätzen. Es sind gleich mehrere Koalitionsmöglichkeiten gegeben. Spannend bleibt auch die Frage, wie es nach der Wahl weiter geht und wie schnell die Koalitionsverhandlungen verlaufen. Es gibt sicherlich Konstellationen, die für die Börsen kurzfristig eine bessere Ausgangssituation bieten, aber auch eine Schlechtere.

Trotzdem bleibt es dabei, dass die Gewichtung Deutschlands bezogen auf die Weltwirtschaft eine untergeordnete Rolle spielt. Wenn überhaupt, dann wird die deutsche Börse nur kurzfristig eine Reaktion auf den Wahlausgang haben. Weltweit gesehen – und somit auch in Deutschland – bleibt eine maßgebliche Ausgangssituation, die wichtig für die Börsenentwicklung ist, weiter unverändert. Der Zins wird weltweit auf einem sehr niedrigen Niveau verharren. Alleine der hohen Verschuldung sämtlicher Staaten geschuldet, sind größere Zinsanhebungen ausgeschlossen. Sparanlagen wie das Tagesgeldkonto oder das Festgeld werden bestenfalls weiterhin nur eine sehr geringe Verzinsung bieten und inflationsbereinigt zu einem sicheren Verlust führen.

Für einen langfristig orientierten Anleger wird also der Börsenausgang – wenn überhaupt – nur eine ganz kleine untergeordnete Rolle spielen.

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