Was bedeutet ESG?

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt in der Finanzbranche immer mehr an Bedeutung, auch dank politischer Förderung.

Was das für die Beratungstätigkeit bedeutet, erfahren Sie in diesem Artikel.

Environment – Social – Governance (ESG)

Die englische Abkürzung ESG steht für Environment, Social und Governance. Im Deutschen übersetzt bedeutet dieses: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Diese Abkürzung hat sich in der Unternehmens- sowie in der Finanzwelt immer mehr etabliert, wenn über das Thema Nachhaltigkeit gesprochen wird.

Das Prinzip der nachhaltigen Ressourcenwirtschaft beeinflusst dadurch Entscheidungen und Vorgehensweisen von Unternehmen hinsichtlich ökologischer und sozialgesellschaftlicher Aspekte. Die Art der Unternehmensführung spielt dabei auch eine wesentliche Rolle.

Die ESG-Kriterien geben den Anlegern und Investoren Aufschluss darüber, in wie weit sich ein Unternehmen nachhaltig verhält. Dadurch lassen sich gezielte Investmentscheidungen wie zum Beispiel in Aktien oder Investmentfonds treffen.

Grundgedanke des ESG

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„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährt, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende.“ (Hauff 1987, S.46). Dies bedeutet, dass nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren bzw. künftig wieder bereitgestellt werden kann. Diesem Idealbild werden aber nur sehr wenige Unternehmen und Staaten gerecht.

Die verschiedenen Bereiche des ESG

Umwelt, Ressourcen, Abfall, Klimawandel  Soziales, Menschenrechte, GesellschaftUnternehmensführung, Ethik, Richtlinien
Klimastrategie und -szenarien Klimawandelstrategie Höhe des Energieeinsatzes Umweltmanagement Energiemanagement Anteil erneuerbarer Energieträger Abwasser Treibhausgase Emissionsminimierung Öko-Effizienz Fußabdruck eines Unternehmens Gebäudemanagement Umweltauswirkungen des Produktportfolios Verhalten von Lieferanten, Zulieferern, Auftragnehmer etc.Achtung der Menschenrechte Verbot von Kinder- & Zwangsarbeit Arbeitgeber-, Arbeitnehmerbeziehungen Weiterentwicklung Chancengleichheit und Diversität Versammlungsfreiheit Gesundheit und Sicherheit Arbeitsplatzgestaltung Soziale Auswirkungen des Produktportfolios Verhalten von Lieferanten, Zulieferern, Auftragnehmer etc.Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung Steuerehrlichkeit Bekämpfung von Wettbewerbswidrigen Praktiken Compliance Vielfalt im Aufsichtsrat Unabhängigkeit im Aufsichtsrat Vergütung etc.

Das „E“ in ESG

Beim E in ESG steht der effiziente Umgang mit Ressourcen, Emissionen und die ökologische Effizienz richtigerweise im Blickpunkt. Ein aktuelles Thema ist folglich der Klimaschutz. Laut aktuellen Untersuchungen verändern sich überdies die fünf gravierendsten Risiken für die Welt zunehmend in Richtung Klimarisiken.

Das „S“ in ESG

Beim S in ESG stehen soziale Aspekte wie Arbeitsrechte, Verbot von Kinderarbeit, Diversity beziehungsweise Nichtdiskriminierung im Allgemeinen im Vordergrund. Diese Themen sind außerdem Bestandteil der Prinzipien des UN Global Compact. Dieser ist also ein Pakt zwischen teilnehmenden Unternehmen und der UNO aus dem Jahr 1999. Die Unternehmen verpflichten sich dabei im UN Global Compact zu 10 Prinzipien.

Das „G“ in ESG

Das G in ESG behandelt außerdem die Thematik der Unternehmensführung und allem was weitestgehend damit zusammenhängt. Ob Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Diversität der Mitglieder, Erfahrungen und Fähigkeiten. Auch Unternehmensrichtlinien hinsichtlich Maßnahmen zur Verhinderung von Bestechung, Korruption oder Betrug gehören dazu. Anlegern eines Unternehmens oder eines Investmentfonds können die ESG-Ratings helfen, ob einem Unternehmen zukünftig Gefahren drohen.

ESG Ratings

Im Gegensatz zu konventionellen Ratingagenturen, die nur den Finanzstatus eines Unternehmens betrachten, beurteilen Nachhaltigkeits-Ratingagenturen die Stärken und Schwächen sozialen und ökologischen Handelns der Firmen und Staaten. Manche Agenturen nehmen zusätzlich die ökonomische Dimension mit in ihr Rating auf. Sind dann ökologisch und sozial gute Titel und Werte identifiziert, werden aus dieser Gruppe die finanziell interessantesten für Investment und Anleger empfohlen.

ESG-Ratings sind objektive Beurteilungen des Engagements eines Unternehmens für nachhaltige Geschäftspraktiken. Je nach der Branche, in der ein Unternehmen aktiv ist, erhalten ökologische, soziale und die Unternehmensführung betreffende Faktoren unterschiedliche Gewichtungen.

Die jeweils berücksichtigten Aspekte unterscheiden sich ebenfalls, je nachdem, was für die Unternehmensperformance im betreffenden Fall am relevantesten und wesentlichsten ist.

ESG in der Praxis

Mit der EU-Transparenz-Verordnung 2019/2088 ist ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung von Finanzprodukten und der Beratung in Kraft getreten. Seit dem 10. März 2021 sind sowohl Produktberater als auch Finanzberater dazu verpflichtet, die Verordnung anzuwenden. Somit muss die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in den Produkten und in der Kundenberater transparent gemacht werden.

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