Mythos Jahresendrally und die Berechnung der DAX-Punkte

Zum Jahresende hin werden in den Medien und den Finanzmagazinen häufig Artikel zu lesen sein, die auf den Mythos einer Jahresendrally eingehen.

Darüber hinaus möchten wir heute mit relativ einfachen Worten versuchen zu erklären, wie sich die Punkte im DAX berechnen lassen.

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Mythos Jahresendrally

Alleine die Suche „Jahresendrally“ in einer gängigen Internetsuchmaschine schlägt rund 255.000 Ergebnisse vor. Die Top-Ergebnisse verweisen auf die bekanntesten und gängigsten Finanzmagazine. Dieses war für uns Anlass genug, sich erneut mit dem Thema zu beschäftigen.

Gestern, heute und auch morgen

Um es kurz zu halten, sind unsere „heutigen“ Recherchen genauso wie im Vorjahreszeitraum „gestern“ zu bewerten und werden sich sicherlich auch auf zukünftige Recherchen von „morgen“ spiegeln können. Daher möchten wir das Thema heute kurzhalten und mitteilen, dass man den Mythos einer Jahresendrally nicht seriös beantworten kann.

Jedes Jahr hat seine Besonderheiten und ist mit vorherigen Jahren nur bedingt vergleichbar. Der Dezember 2021 stellt uns vor eine neue und größere Herausforderung was Corona angeht, wir bekommen im Dezember eine noch nie dagewesene neue Bundesregierung und auch das Thema Lieferengpässe wird uns nach wie vor begleiten. Die Aufzählung der Besonderheiten könnte beliebig fortgesetzt werden.

Wer jedoch mehr zu unseren Recherchen wissen möchte, laden wir gerne ein, sich unseren Blogbeitrag aus dem Vorjahr nochmal anzuschauen. Diesen finden Sie hier:

DAX-Punkte, wie berechnen die sich eigentlich?

„Der größte deutsche Aktienindex hat einen neuen Höchststand erreicht“
„Der DAX ist heute um X% gestiegen/gefallen“

All das sind Aussagen, die wir nahezu täglich in der Tagesschau oder in anderen Nachrichten verfolgen können. Die meisten von uns nehmen den Punktestand des Index einfach so hin ohne genau zu wissen, wie sich dieser zusammensetzt bzw. sich errechnet. Wir möchten daher heute versuchen, dieses mit vereinfachten Worten darzustellen.

Mythos Jahresendrally und die Berechnung der DAX-Punkte

1.000 Punkte als Ausgangswert

An den Punkten erkennt man, wie sich der Wert des DAX im Verhältnis zu seinem Ausgangswert 1987 entwickelt hat. Den Ausgangswert hat man damals (willkürlich) auf 1.000 angesetzt.

Schließt die Börse heute also bei 800 Punkten, liegt der DAX unter dem Wert von 1987. Sind es 10.000 Punkte, hat sich der DAX-Wert seit 1987 verzehnfacht.

Bislang ist der Wert des DAX gestiegen. „Punkte“ und „Zähler“ bedeutet dasselbe. Wenn in den Börsennachrichten die Rede davon ist, dass der DAX um zwei Prozent gestiegen ist, bezieht sich das auf den Punktestand des Vortags.

Komplizierte Formel zur Berechnung

Den Grundstein für die Berechnung legte der Ökonom Ernst Louis Étienne Laspeyres bereits im Jahr 1871. Dieser entwickelte die lange und komplizierte Formel, um aus einer Anzahl von Einzelwerten einen Index zu berechnen. Auf Basis dieser Formel erfolgt die Preisberechnung, die wir heute kennen.

Dabei werden die Aktien innerhalb des Indexes unterschiedlich gewichtet. Im Beispiel DAX bedeutet das, dass die 40 DAX-Mitglieder nicht alle gleichermaßen die Kurve beeinflussen. Zur Berechnung werden die Aktienkurse nach ihrer Marktkapitalisierung gewichtet. Dabei werden nur die Aktien in Streubesitz berücksichtigt. Es wird also nur die Anzahl der frei handelbaren Aktien und nicht der gesamte Börsenwert eines Unternehmens mit dem Aktienkurs multipliziert. Je höher also der Streubesitz, desto höher ist tendenziell das Gewicht im Index. Es gilt jedoch eine Obergrenze von zehn Prozent als Indexgewicht, denn mehr Einfluss darf kein Indexmitglied auf den DAX haben.

Kurs- oder Performanceindex

Wenn man vom DAX spricht, müsste man eigentlich hinterfragen, ob man vom Kurs- oder Performanceindex spricht. Den DAX gibt es nämlich in beiden Varianten, wobei der Performanceindex die gebräuchlichste Variante darstellt. Das bedeutet, dass Dividenden- und sonstige Zahlungen an die Aktionäre bei der Berechnung des Performance-Index in den Index reinvestiert werden. Bei Kursindex dagegen wird der Indexstand alleine auf Grund der Aktienkurse ermittelt. Dividendenzahlungen und Kapitalveränderungen sind nicht enthalten. Vergleicht man die beiden Indizes, notiert der Kursindex folglich deutlich darunter.

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Der DAX ist aufgrund seiner Berechnung als Performance-Index schon etwas Besonderes. Viele wichtige Leitindizes weltweit werden als Kursindex berechnet, auch beispielsweise der amerikanische Dow Jones.

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