Holpriger Jahresauftakt, wie geht es weiter?

Um die Jahreswende herum sind die weltweiten Aktienmärkte stark unter Druck geraten und haben ordentliche Verluste erleiden müssen. Mit unserem heutigen Beitrag möchten wir auf die Hintergründe eingehen und eine Einschätzung geben, wie es weitergehen könnte.

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Inflationssorgen sind zurück und verfestigen sich

Das Thema Inflation beschäftigt uns schon länger. Die EZB hat seinerzeit verkündet, dass diese aufgrund der Corona-Pandemie nur temporär sei und bald vorüber gehe. Diese hält sich jedoch nicht nur hartnäckig, sondern steigt auch von Zeit zu Zeit. In den USA haben wir die höchste Inflation seit 40 Jahren, doch wie schlimm ist es wirklich?

Zunächst ist im Grunde genommen eine höhere Inflation eher eine Lösung als ein Problem. Bei niedrigen Zinsen und einer hohen Inflation sinken die Schuldenberge der Staaten wie von Zauberhand und das ohne Sparprogramme oder die wirtschaftlich dringenden Reformen. Das aktuelle Problem hierbei ist jedoch, dass die Inflation zu schnell steigt. Natürlich hat die Pandemie einen temporären Beitrag dazu, da Lieferketten nicht mehr funktionieren. In China beispielsweise, wo eine strikte 0-Covid-Strategie verfolgt wird, wurde zuletzt in einigen Großstädten der Lockdown erneut ausgerufen. Dieses betraf auch wichtige Städte mit großen Häfen, wo der Güterverkehr somit zum Erliegen gekommen ist.

Damit die Unternehmen jedoch weiterhin produzieren können, werden die Lieferkettenprobleme dadurch umgangen, dass an teuren Standorten Produktionskapazitäten aufgebaut werden, um unabhängiger zu bleiben. Hinzu kommt eine enorme Preissteigerung bei Öl, Gas und Strom.

Kommt nun die Zinswende?

Vielen Anlegern bereitet es aktuell Sorge, dass die Notenbanken abrupt die Zinsen in die Höhe schnellen lässt und eine Zinswende herbeiführt. Nur was ist tatsächlich mit einer Zinswende gemeint? Ist bereits die Einführung von Zinsen in kleinen und gut dosierten Schritten bereits eine Zinswende? Aus unserer Sicht kann man sich dieses Szenario durchaus vorstellen. Wir glauben jedoch nicht daran, dass die US-amerikanische Notenbank FED in kürzerer Zeit viele Zinsanhebungen durchführen kann. Ein kleiner Rückblick in den Dezember 2018 zeigt, dass dieser Versuch dort scheiterte.


In Europa sind im Gegensatz zu den USA Zinsanhebungen noch deutlich unwahrscheinlicher. In der Vergangenheit haben wir auch gesehen, dass bei einer Zinsdifferenz von 2% zwischen amerikanischen und deutschen 10-jährigen Staatsanleihen Schluss ist. Es wäre sonst für den deutschen Anleger zu einfach, risikolose amerikanische Staatsanleihen zu kaufen und gegen Währungsschwankungen kostengünstig abzusichern. Somit funktioniert der amerikanische Anleihenmarkt nicht losgelöst von dem Rest der Welt. Eine echt Zinswende auf ein Niveau zu früheren Zeiten von 3 bis 5 Prozent werden wir daher wohl eher nicht erleben.

Warum sind die Börsen zuletzt stark rückläufig gewesen?

Die oben beschriebenen Inflations- und Zinssorgen waren für den Rückgang am Aktienmarkt ausschlaggebend. Unseres Erachtens ist es jedoch derzeit so, dass die Märkte in jegliche Richtung zu Übertreibungen neigen. In der Anfangszeit der Pandemie hat man einen regelrechten Hype bei Unternehmen erlebt, die von der „Stay-at-Home“ Zeit profitieren. Das diese hohen Erwartungen auf Dauer nicht gehalten werden können, war eigentlich hervorzusehen. Somit sind Enttäuschungen auch vorprogrammiert. Dieses ist aktuell der Fall.

Wie wird die EZB nun reagieren?

Die europäische Notenbank hat ein Inflationsziel von rund 2 Prozent. Dieses ist derzeit stark überschritten. Die Notenbank plant jedoch eher langfristig und wird von Ihrer Zinspolitik wohl eher nicht abweichen. Zumindest sehen wir keine Anzeichen für eine Zinswende. Damit wird quasi indirekt ausgedrückt, dass das langfristige Ziel mit einer Inflationsrate von 2 Prozent realistisch ist.
So oder so wird jedoch der Inhaber von Guthaben auf Spar- und/oder Festgeldkonten zu den Verlierern gehört, da der Realzins negativ bleiben wird.

Holpriger Jahresauftakt, wie geht es weiter?

Was tun in der aktuellen Phase?

Aktien sind und bleiben für den langfristig denkenden Anleger alternativlos. Der Aktienmarkt hat auch mittlerweile verstanden, dass immer mal wieder eine neue Virusvariante auftreten kann. Aus unserer Sicht hat die Börse die Pandemie abgehakt und somit keinen maßgeblichen Einfluss mehr auf die Entwicklung. Dieses Szenario ist natürlich davon nicht losgelöst, sollte sich ein neues Virus entwickeln, wo Impfungen nicht mehr helfen und wir in ein Szenario zurückfallen, was wir von vor 2 Jahren kennen. Gegen diese Möglichkeit kann man sich nicht absichern. Genau so kann man sich auch nicht gegen geopolitische Risiken, wie einen möglichen Einfall russischer Truppen in der Ukraine absichern.

Wichtig bei der Kapitalanlage bleibt somit eine gute Streuung und Qualität. Bevorzugen Sie eine breite Auswahl von verschiedenen Unternehmen und bilden Sie dieses bestenfalls über Fonds ab. Hier sollte dann der Schwerpunkt bei grundsoliden und finanzstarken Unternehmen liegen, die es auch in der Vergangenheit in Krisenzeiten gezeigt haben, dieses gut und sicher zu überstehen.

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