Generationenberatung – schon wieder so ein Vorsorgeprodukt?

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Ja! Aber – diese Vorsorge ist kein Finanz- oder Versicherungsprodukt!

Generationenberatung steht dafür, dass man selbstbestimmt bleibt, Angehörige entlastet und für den Notfall schnell handeln kann.

Für viele ist das Thema Vorsorge negativ behaftet. Das muss aber nicht immer so sein! Gerade in Notfallsituationen wie beispielsweise einem ungewollten Krankenhausaufenthalt können sich vor allem Angehörige glücklich schätzen, wenn der/die Betroffene eine Vorsorge getroffen hat.

Es geht hierbei nicht um die standardmäßigen Produkte aus dem Finanz- oder Versicherungsbereich, sondern um wichtige Dokumente wie Vollmachten und Verfügungen.

Gerade einmal 51% der über sechzigjährigen in Deutschland¹ haben eine Patientenverfügung und auch wirksame Vorsorgevollmachten sind kaum verbreitet – ein erschreckendes Ergebnis. Viele haben eine lange To-Do Liste, auf der die wichtigsten Sachen häufig immer weiter nach unten geschoben werden. Der Gedanke sich festzulegen bereitet Bauchschmerzen. Dabei muss das nicht sein! Viele Irrtümer können mit recht einfachen Mitteln gelöst werden.

Häufig werden mit dem Gedanken an Vollmachten und Verfügungen auch viele Irrtümer hervorgerufen:

 „Das ist mein Kind, das geht schon.“ (bei Volljährigen)

Mit Erreichen der Volljährigkeit wird jeder Mensch zu einer eigenständigen Person und erwirbt die volle Geschäftsfähigkeit. Eltern können hier also nicht mehr für Ihre Kinder handeln, auch wenn Sie es häufig wollen.

„Mein/e Ehepartner/in kann sich um alles kümmern, schließlich sind wir verheiratet!“

Ähnlich ist es bei Ehepaaren. Der Partner beziehungsweise die Partnerin ist im Ernstfall, ohne entsprechende Vorsorgedokumente, nicht entscheidungsberechtigt.

„Er/Sie kann mir ja eine Vollmacht schreiben, wenn wir Sie brauchen.“

Dieser Satz erklärt das Problem schon gleich mit. Wenn eine Vollmacht gebraucht wird, ist der Vollmachtgeber meistens nicht mehr in der Lage eine Eigene zu schreiben. Hinzu kommt die Problematik der Durchsetzung. Viele Banken und Institutionen akzeptieren keine handgeschriebene oder einfache Vollmacht (zum Ankreuzen oder nicht mehr aktuell) auf Grund des Fälschungsrisikos und fehlenden konkreten Anweisungen. Bei der Bank gibt es zwar die Möglichkeit eine Kontovollmacht zu hinterlegen, jedoch ist der/die Bevollmächtigte im Ernstfall hier nur eingeschränkt handlungsfähig.

Eine Lösung für die oben genannten Fälle ist die Vorsorgevollmacht. Häufig wird diese in Verbindung mit einer Patientenverfügung und einer Betreuungsverfügung erstellt. Es wird so die Handlungsfähigkeit sichergestellt. Die Angehörigen werden durch festgelegte Entscheidungen entlastet und können schnell und einfach Lösungen finden.

Generationenberatung – schon wieder so ein Vorsorgeprodukt?

„Die Kinder finden schon alles, wenn mir mal was passiert.“

Der Irrglaube, dass die Kinder immer alles mitbekommen ist weit verbreitet. Eine aktive Ansprache und ein Notfallordner sind eine deutlich sicherere Variante. Wichtig hierbei: den Notfallordner auch pflegen und den Standort jedem/jeder Bevollmächtigten explizit mitteilen. Sie können hier wichtige Dokumente, Ansprechpartner und Ihre Wünsche festhalten, so ist im Notfall ein reibungsloser Ablauf gewährt.

„Ich brauch kein Testament, es bekommt doch alles meine Familie.“ (gemeint: Kinder und Ehepartner/in)

Ohne Testament bekommt alles die Familie? Das mag vielleicht zum Teil zutreffen, jedoch vergessen die meisten hierbei die gesetzliche Erbfolge und die sogenannten Pflichtteilsansprüche. Schnell kann es passieren, dass ein Ergänzungsbetreuer herangezogen werden muss um das Vermögen von minderjährigen Kindern zu verwalten. Ebenso können die eigenen Eltern noch mal Erben werden.

Viele vergessen hierbei: Vor allem bei Immobilien oder größeren Vermögen kann es schnell zu Streit in der Familie kommen. Der Verkauf des Familienheims lässt sich nicht mehr verhindern und die Familie spricht seltener miteinander.

Sollte keine Familie vorhanden sein erbt meist der Staat. Dies ist für viele Menschen keine Option. Der Gedanke mit dem eigenen Erbe Gutes zu tun wird immer mehr in Erwägung gezogen und kann beispielsweise durch das vererben an eine Stiftung umgesetzt werden – zu dem noch steuerfrei!

„Ich will mich noch nicht festlegen.“

Das ist auch nicht der Fall. Ein erstelltes Testament (ausgenommen sind spezielle Testamente) kann man genauso wie eine Vollmacht oder Verfügung jederzeit widerrufen bzw. ändern. Jeder Mensch muss für Sich selbst entscheiden wem er so viel Vertrauen schenkt, dass er eine Vollmacht einräumt oder gar über lebensverlängernde Maßnahmen bestimmt. Ein wichtiger Punkt ist hierbei auch die Möglichkeit bestimmte Personen auszuschließen bspw. bei einer Betreuung. Das einzige was man überdenken sollte, sind die mit einer Änderung einhergehenden Kosten.

Das Thema der Generationenberatung ist zusammengefasst ein sehr wichtiges Thema, mit dem wir uns alle einmal beschäftigen sollten und das lieber zu früh als zu spät. Ein Anwalt, ein Notar oder ein Generationenberater kann zu diesen Themen unterstützend zur Seite stehen.

In unserem Hause hat Frau Hackenberg sich auf dieses Thema neben der Vermögensberatung spezialisiert. Vor ca. einem Jahr schloss Sie die Prüfung als Generationenberaterin (IHK) ab. Sie ist ebenfalls Testamentsvollstreckerin und bildet sich regelmäßig zu diesen wichtigen Themen weiter.

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Quelle: Generationenberatung – schon wieder so ein Vorsorgeprodukt?1 Statista (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/375267/umfrage/patientenverfuegungen-verbreitung-in-deutschland-nach-altersgruppen/)

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