Die US-Präsidentschaftswahl und mögliche Auswirkungen auf die Börse

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Am 3. November 2020 kommt es zur Wahl des US-Präsidenten. Viele Anleger beschäftigt dieses Thema. Welche Szenarien wir erwarten und was mögliche Folgen sind, erörtern wir hier in diesem Blog.

Eine gefühlte Ewigkeit duellieren sich die Präsidentschaftskanditen. In rund drei Wochen kommt es zur Wahl. Während dieser Zeit wird es kaum einen Tag geben, an dem neue Informationen bzw. Wahlkampfstrategien bekannt werden. Der Ausgang ist mit vielen Ungewissheiten verbunden. Wie die theoretischen Eintrittswahrscheinlichkeiten und deren mögliche Auswirkungen sind, erfahren Sie im folgenden Artikel. Eins bleibt jedoch als Ergebnis bereits jetzt festzuhalten: Wir glauben daran, dass die Wahl – egal wie die ausgeht – Einfluss auf die Börse haben wird. Aber das nur kurzfristig!

Trump oder Biden und deren Wahlkampfversprechen

Egal wer zum 59igsten Präsident gewählt wird, alleine die Herausforderung aufgrund der Corona-Situation wird für den Amtsinhaber sehr groß sein.

Biden will die von Trump eingeführte Steuerreform von 2018 zum Teil rückgängig machen und die maximale Unternehmenssteuer von 21% auf 28% erhöhen. Steuern von US-Firmen im Ausland sollen von 21% auf 42%verdoppelt werden. Hinzu soll es auch eine Mindeststeuer auf Buchgewinne geben. Der Grenzsteuersatz bei vermögenden Privatpersonen soll auch angehoben werden.

Trump hingegen will an der aktuellen Steuerregelung grundsätzlich festhalten und weitere Rabatte an Firmen vergeben, die Ihren Sitz aus dem Ausland in die USA verlegen.

Bezüglich des Arbeitsmarktes wollen beide den Mindestlohn erhöhen und weitere Arbeitsplätze durch billionenschwere Infrastrukturprogramme schaffen.

Natürlich gibt es noch viele weitere Wahlkampfversprechen, auf die wir hier jedoch nicht näher eingehen wollen. Eins ist jedoch klar: Die Wahlkampfversprechen und deren Umsetzung kosten viel Geld.

Auswirkungen auf den Kapitalmarkt

Im Falle einer Wahl von Biden wird kurzfristig davon ausgegangen, dass die Börse fallen könnte. Die Steuererhöhungen bei den Firmen könnten deren Gewinne reduzieren, worunter die Attraktivität von Aktien leidet.

Bei einer Wiederwahl von Donald Trump wird eher mit einem positiven Signal gerechnet, da dieser an den Steuererleichterungen festhalten will.

Profitieren werden hier in erster Linie die Zocker und Trader auf dem Aktienmarkt, zu denen wir uns definitiv nicht zählen. Egal wer die Wahl für sich entscheidet, wird aus unserer Sicht die Börsen nur kurzfristig beeinflussen können. Denn letzten Endes wird der Kapitalmarkt nicht nur vom US-Präsidenten beeinflusst, sondern eher maßgeblich von den Notenbanken. Vor beiden Präsidenten liegt ein großer Schuldenberg der dafür sorgt, dass die Notenbanken die Zinsen für eine weitere sehr lange Zeit sehr niedrig halten muss. Daran kann auch der Präsident nichts ändern. Hinzu kommt die aktuelle Lage um Corona, die durch weitere fiskalpolitische Maßnahmen unterstützt werden wird.

Keiner wird den Kapitalmarkt großartig verändern können

Dementsprechend wird unserer Meinung nach der Wahlausgang für den langfristig orientieren Anleger keine große Bedeutung haben. Keiner wird den Kapitalmarkt großartig verändern können. Das soll jedoch nicht heißen, dass wir dieses Thema verdrängen. Natürlich beziehen wir aktuelle politische Themen in unsere Analysen mit ein und befassen uns regelmäßig damit.

Fazit für den Privatanleger

Zunächst sei festzuhalten, dass trotz umfangreicher Analysen und Expertenmeinungen der Börsenausgang und der Ausgang der Wahlen überraschen kann. Jüngstes Beispiel dazu ist die Wahl Trumps vor vier Jahren. Die Befürchtungen waren sehr groß und man hat sogar über eine mögliche Panik an den Börsen spekuliert und schwere Zeiten vorhergesagt. Letzten Endes ist nichts davon eingetreten. Über ein Jahr lang nach Trumps Wahl waren die Marktschwankungen so niedrig wie noch nie.

Darüber hinaus spielen auch die erwarteten und tatsächlichen Gewinne von Unternehmen eine signifikante Rolle, die der Präsident nur im gewissen Rahmen beeinflussen kann.

Zuletzt sei erneut auf den hohen Schuldenberg hingewiesen, der dazu beitragen wird, dass die Notenbanken die Zinsen für eine ganz lange Zeit, wenn nicht sogar ewig, niedrig halten muss.

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